Zutaten
für 4 Portionen
- 400 gfestkochende Kartoffeln
- 800 ggeh. Tomaten (2 Dosen)
- 1rote Paprika
- 1Zwiebel
- 3Knoblauchzehen
- 4Eier
- 1 TLKreuzkümmel
- 1 TLPaprikapulver edelsüß
- ½ TLChiliflocken
- 2 ELOlivenöl
- Salz
- Petersilie/Koriander zum Garnieren
Statt Chiliflocken kannst du einen Teelöffel Harissa-Paste mit den Gewürzen anrösten – das gibt eine rundere, leicht rauchige Schärfe. Frische, sehr reife Tomaten funktionieren auch, brauchen aber länger, bis die Sauce eindickt.
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Warum dieses Rezept funktioniert
Shakshuka mit Kartoffeln gelingt, wenn die Kartoffelwürfel vorher getrennt goldbraun angebraten werden und erst in die fertig eingekochte Sauce kommen – so behalten sie Röstaroma und Form, statt in der Tomatensauce zu weichen Klumpen zu werden. Die Eier garen anschließend in kleinen Mulden: Die Sauce darunter überträgt die Hitze von unten, der aufsteigende Dampf unter dem Deckel lässt das Eiweiß von oben stocken, und das Eigelb bleibt dabei flüssig.
Dafür muss die Sauce dick genug sein. Ist sie zu flüssig, laufen die Eier auseinander, und das Eiweiß verteilt sich in Fäden. Festkochende Kartoffeln halten in der säuerlichen Sauce zuverlässig ihre Form. Der entscheidende Moment sind die 5–8 Minuten bei niedriger Hitze mit Deckel: Wer zu heiß gart, bekommt hartes Eigelb, bevor das Eiweiß ganz durch ist.
Welche Kartoffel – und warum
Für Shakshuka brauchst du festkochende Kartoffeln. Sie bekommen beim Anbraten eine Kruste und bleiben in der Tomatensauce als Würfel erhalten.
- Charlotte – mild-cremig und vielseitig, behält in der Sauce ihre Kanten.
- Sieglinde – kräftig-erdiger Geschmack, der neben Kreuzkümmel und Chili bestehen kann.
- Nicola – als Bratkartoffel geeignet und das ganze Jahr über gut zu bekommen.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen in der Sauce, machen sie trüb und dick wie Brei, und die Eier finden keinen Halt mehr.
Zubereitung
Kartoffelwürfel goldbraun anbraten
Schäle die Kartoffeln und schneide sie in Würfel von 1,5 cm. Brate sie in Olivenöl in einer großen, tiefen Pfanne bei hoher Hitze 8–10 Minuten, bis sie rundum goldbraun sind und sich mit der Gabel fast ohne Widerstand anstechen lassen. Salze sie und nimm sie aus der Pfanne; in der Sauce garen sie später fertig.
Gemüsebasis und Gewürze rösten
Schwitze Zwiebel und Paprika gewürfelt im verbliebenen Öl etwa 5 Minuten an, bis sie weich sind und die Zwiebel glasig ist. Gib gepressten Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Chiliflocken dazu und röste alles 1 Minute unter Rühren. Wenn es intensiv nach Kreuzkümmel duftet, ist es Zeit für die Tomaten.
Sauce einkochen, Kartoffeln zurückgeben
Gib die Tomaten dazu, löse dabei den Bratansatz vom Pfannenboden und lass die Sauce 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Sie ist dick genug, wenn eine mit dem Löffel gezogene Spur nur langsam zuläuft. Schmecke kräftig mit Salz ab und rühre die Kartoffelwürfel unter.
Eier in Mulden stocken lassen
Drücke mit einem Löffel 4 Mulden in die Sauce und schlage in jede vorsichtig ein Ei. Setze den Deckel auf und lass die Eier bei niedriger Hitze 5–8 Minuten garen. Fertig sind sie, wenn das Eiweiß rundum weiß und fest ist, das Eigelb aber beim Rütteln der Pfanne noch wackelt.
Mit Kräutern direkt aus der Pfanne servieren
Bestreue die Shakshuka mit frischer Petersilie oder Koriander und bring die Pfanne direkt auf den Tisch. Die Eier garen in der heißen Sauce weiter, deshalb nicht warten lassen. Dazu Fladenbrot oder Baguette zum Tunken reichen.
Die drei häufigsten Fehler
- Das Eigelb ist hart, bevor das Eiweiß fest ist. Die Hitze war zu hoch oder die Pfanne zu lange auf dem Herd. Stelle vor dem Einschlagen auf niedrige Stufe und prüfe ab 5 Minuten durch Rütteln, ob das Eigelb noch wackelt.
- Das Eiweiß um den Dotter bleibt glasig. Ohne Deckel fehlt der Dampf von oben, und Eier direkt aus dem Kühlschrank brauchen länger. Decke die Pfanne immer ab und löffle bei Bedarf etwas heiße Sauce über den Rand des Eiweißes, ohne das Eigelb zu treffen.
- Die Kartoffeln sind weich und die Sauce breiig. Die Würfel kamen zu früh in die Sauce oder es waren mehligkochende Kartoffeln, die ihre Stärke abgegeben haben. Gib angebratene festkochende Kartoffeln erst nach dem Einkochen zurück, damit sie nur noch die Eier-Garzeit in der Sauce verbringen.
Varianten
- Mit Feta: Zerbröselten Feta in den letzten zwei Minuten über die Sauce streuen. Er wird weich, schmilzt aber nicht ganz; die Sauce dann sparsamer salzen.
- Mit Spinat: Zwei Handvoll Blattspinat nach dem Einkochen unterheben und zusammenfallen lassen, bevor die Mulden geformt werden. Die Sauce wird dadurch etwas flüssiger, also einige Minuten länger einkochen.
- Mit Merguez: Scheiben der Lammwurst mit den Kartoffeln anbraten. Das Gericht ist dann nicht mehr vegetarisch, das Wurstfett würzt die Sauce mit.
- Mit Tomatenmark: 1 EL Tomatenmark mit den Gewürzen anrösten. Die Sauce wird tiefer im Geschmack und dickt schneller ein.
Vorbereiten, aufbewahren, aufwärmen
Die Tomatensauce kannst du am Vortag kochen und kühl stellen; die Eier schlägst du immer frisch hinein. Auch die angebratenen Kartoffeln halten sich bis zum nächsten Tag. Reste der fertigen Shakshuka mit Ei halten abgedeckt im Kühlschrank 1 Tag, die Eier werden beim Aufwärmen allerdings fest. Einfrieren lohnt sich nur für die Sauce ohne Kartoffeln und Eier – die Würfel werden nach dem Auftauen weich und körnig, gegartes Ei gummiartig. Zum Aufwärmen bringst du die Sauce in der Pfanne zum Köcheln, gibst die Kartoffeln dazu und lässt frische Eier darin stocken.
Dazu passt
Zum Tunken passen Fladenbrot, Baguette oder ein warmer Kartoffelfladen aus der Pfanne. Ein Klecks Joghurt mit Minze kühlt die Schärfe, ein Salat aus Gurke, Tomate und Petersilie mit Zitronensaft bringt Frische auf den Tisch.