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Kartoffelcremesuppe
SuppenMehligkochend

Kartoffelcremesuppe

Die samtige Kartoffelcremesuppe ist Soulfood pur: aus einfachen Zutaten entsteht in unter 45 Minuten eine reichhaltige, cremige Suppe, die von innen waermt. Das Grundrezept laesst sich unendlich variieren.

45 minGesamt
15 minVorbereitung
4Portionen
EinfachSchwierigkeit

Zutaten

für4 Portionen

  • 800 gmehligkochende Kartoffeln
  • 1Zwiebel
  • 2Knoblauchzehen
  • 1 StangeLauch (nur das Weiße)
  • 1 LGemüse- oder Hühnerbrühe
  • 200 mlSahne
  • 2 ELButter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • —Zum Garnieren:
  • 3 ELSchnittlauch
  • 4 ScheibenSpeck (gebraten, optional)

Die Sahne lässt sich durch Hafersahne ersetzen; mit Olivenöl statt Butter und Gemüsebrühe wird die Suppe vegan. Statt Lauch geht eine zweite Zwiebel, die Suppe schmeckt dann etwas süßer.

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Warum dieses Rezept funktioniert

Kartoffelcremesuppe wird samtig, weil die Stärke mehliger Kartoffeln die Brühe von selbst bindet – Mehl oder Mehlschwitze braucht sie nicht. Beim Kochen quellen die Stärkekörner auf, die Zellen werden mürbe und geben beim Pürieren genug Stärke an die Flüssigkeit ab, um sie cremig zu machen. Das Verhältnis von 800 g Kartoffeln zu einem Liter Brühe ergibt eine löffelfeste, aber nicht pampige Suppe. Lauch und Zwiebel liefern die süßliche Grundnote, wenn sie in Butter weich schwitzen, ohne zu bräunen. Die Sahne kommt erst nach dem Pürieren dazu, damit sie nicht gerinnt und die Suppe hell bleibt. Entscheidend ist das Pürieren selbst: Der Stabmixer schlägt bei langem Laufen zu viele Stärkezellen auf, und die Suppe zieht Fäden wie Kleister. Wenige kurze Stöße reichen.

Welche Kartoffel – und warum

Für eine Cremesuppe ohne zusätzliche Bindung brauchst du viel Stärke, also mehligkochende Kartoffeln. Adretta zerkocht schnell und gibt der Suppe einen kräftigen Kartoffelgeschmack. Augusta wird weich und locker und lässt sich in kurzer Zeit glatt pürieren. Karlena bindet dank hohem Stärkeanteil gut und macht die Suppe sämig. Mit festkochenden Kartoffeln bleibt die Suppe dünn und leicht körnig; du müsstest länger mixen und landest erst recht bei einer zähen Konsistenz.

Zubereitung

  1. Gemüse glasig anschwitzen

    Würfle die Zwiebel fein, schneide den Lauch in Ringe und hacke den Knoblauch. Schmilz die Butter in einem großen Topf und lass das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich schwitzen. Es soll glasig werden und süßlich duften, aber keine braunen Ränder bekommen – sonst wird die Suppe grau statt cremeweiß.

  2. Kartoffeln in Brühe weich kochen

    Schäl die Kartoffeln, schneide sie in grobe, möglichst gleich große Würfel und schwitz sie eine Minute mit. Gieß die heiße Brühe an, bis die Kartoffeln knapp bedeckt sind, bring alles zum Kochen und lass die Suppe bei niedriger Hitze 20 Minuten köcheln. Sie sind fertig, wenn ein Würfel beim Andrücken am Topfrand mühelos zerfällt.

  3. Kurz pürieren

    Nimm den Topf vom Herd und püriere die Suppe mit dem Stabmixer in kurzen Stößen, bis keine Stücke mehr zu sehen sind. Länger mixen macht sie nicht feiner, sondern klebrig. Wer es besonders glatt möchte, streicht die Suppe zusätzlich durch ein feines Sieb. Sie ist richtig, wenn sie den Löffel dünn überzieht und matt glänzt.

  4. Sahne einrühren und abschmecken

    Rühr die Sahne ein und lass die Suppe einmal aufkochen. Schmeck kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat ab – Kartoffeln schlucken viel Salz. Ist die Suppe zu dick, gieß heiße Brühe nach, bis sie langsam vom Löffel fließt.

  5. Anrichten

    Füll die Suppe in vorgewärmte tiefe Teller und streu fein geschnittenen Schnittlauch darüber. Knusprig gebratener Speck oder ein Klecks Sahne obendrauf bringen Kontrast in Biss und Geschmack.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Die Suppe ist zäh und zieht Fäden. Sie wurde zu lange oder mit hoher Drehzahl püriert, dabei sind die Stärkezellen aufgerissen. Rückgängig machen lässt sich das nicht ganz; mit heißer Brühe verdünnen und kräftiger würzen mildert den Effekt. Beim nächsten Mal nur kurz mixen.
  2. Die Suppe ist grau oder bräunlich. Zwiebel, Lauch oder Knoblauch haben beim Anschwitzen Farbe genommen, oder es wurde das dunkelgrüne Lauchgrün verwendet. Schwitz das Gemüse bei mittlerer Hitze nur glasig und nimm ausschließlich den hellen Teil des Lauchs.
  3. Die Suppe ist dünn und wässrig. Festkochende Kartoffeln oder zu viel Brühe. Lass einige Minuten offen einkochen oder koch eine geschälte, gewürfelte mehlige Kartoffel in der Suppe weich und püriere sie mit.

Varianten

  • Mit Röstzwiebel-Note: Lass Zwiebeln und Knoblauch goldbraun werden, bevor die Kartoffeln dazukommen. Die Suppe wird dunkler und schmeckt kräftiger, verliert aber ihre helle Farbe.
  • Vegan: Olivenöl statt Butter, Gemüsebrühe und Hafersahne statt Sahne. Mit Kokosmilch wird sie exotisch – dann passen Ingwer und Limette besser als Muskat.
  • Mit Trüffelöl: Kurz vor dem Servieren wenige Tropfen über jeden Teller geben, nicht mitkochen, sonst verfliegt das Aroma.
  • Mit Einlage: Gebratene Würstchenscheiben machen daraus ein Hauptgericht; die Anleitung dafür steht bei der Kartoffelsuppe mit Würstchen.

Vorbereiten, aufbewahren, aufwärmen

Die Suppe lässt sich gut am Vortag kochen; rühr die Sahne dann erst beim Aufwärmen ein, so bleibt sie frischer im Geschmack. Im Kühlschrank hält sie etwa 2–3 Tage. Einfrieren klappt, weil die Kartoffeln bereits püriert sind – am besten ohne Sahne, die beim Auftauen leicht ausflockt. Beim Aufwärmen dickt die Suppe nach, weil die Stärke im Kühlschrank fester wird: Gib einen Schuss Brühe oder Wasser dazu und erhitz sie unter Rühren im Topf. Die Mikrowelle geht hier problemlos.

Dazu passt

Geröstete Brotwürfel aus der Pfanne bringen Knusprigkeit in die weiche Suppe. Ein Roggenbrot mit Butter macht sie zur vollständigen Mahlzeit. Als Vorspeise vor einem Hauptgang reicht eine kleinere Portion; eine kalte Variante für den Sommer ist die Vichyssoise.

Häufige Fragen

Ja, sie eignet sich gut zum Einfrieren, weil die Kartoffeln schon püriert sind. Friere sie am besten ohne Sahne ein und rühr diese erst beim Aufwärmen ein. Nach dem Auftauen einmal kräftig durchrühren.
Zu langes Pürieren mit dem Stabmixer zerreißt die Stärkezellen, die Suppe wird kleistrig. Püriere nur in kurzen Stößen oder drück die Kartoffeln durch eine Presse und rühr sie dann in die Brühe.
Sie wird dann deutlich dünner und weniger cremig, weil festkochende Sorten wenig Stärke abgeben. Nimm weniger Brühe oder mische einige mehlige Kartoffeln dazu.
Gut verschlossen etwa 2–3 Tage. Sie wird im Kühlschrank fester; verdünn sie beim Aufwärmen mit etwas Brühe.
Nein. Mehligkochende Kartoffeln binden die Suppe mit ihrer eigenen Stärke. Ist sie zu dünn, lass sie offen einkochen oder püriere eine zusätzlich gekochte Kartoffel mit.