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Kartoffel-Gnocchi-Bake
ModernMehligkochend

Kartoffel-Gnocchi-Bake

One-Pan-Dinner at its best: Gnocchi direkt ungekocht in die Auflaufform, mit Tomatensauce übergossen und Mozzarella belägt – nach 25 Minuten im Ofen golden und blübend. Kein Kochen, kein Abgiessen, keine zweite Pfanne.

30 minGesamt
5 minVorbereitung
4Portionen
EinfachSchwierigkeit

Zutaten

für 4 Portionen

  • 500 gGnocchi (Kühltheke)
  • 500 gTomaten-Passata
  • 200 gKirschtomaten
  • 200 gMozzarella
  • 2Knoblauchzehen (gepresst)
  • 1 TLOregano
  • 2 ELOlivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • frisches Basilikum

Statt Kirschtomaten gehen klein geschnittene Rispentomaten. Mozzarella lässt sich durch geriebenen Scamorza ersetzen, der leicht rauchig schmeckt und weniger Wasser abgibt.

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Warum dieses Rezept funktioniert

Der Gnocchi-Bake funktioniert ohne Vorkochen, weil die rohen Gnocchi im Ofen Flüssigkeit aus der Passata aufnehmen und darin garen, während ihre Stärke die Sauce bindet. Gnocchi aus der Kühltheke sind bereits vorgegart und bestehen aus Kartoffel, Mehl und Stärke. Im heißen Sud quellen sie, werden innen weich und geben an der Oberfläche Stärke ab, die die Tomatensauce sämig macht.

Das klappt nur, wenn genug Flüssigkeit da ist und jedes Stück in ihr liegt. Ein Gnocchi, das trocken auf der Oberfläche liegt, bekommt keine Feuchtigkeit und wird in 25 Minuten bei 200 °C hart und ledrig. Der entscheidende Schritt ist deshalb das Unterrühren: Alle Gnocchi müssen rundum mit Sauce bedeckt sein, bevor der Käse daraufkommt. Der Mozzarella deckt die Form dann wie ein Deckel ab, hält Feuchtigkeit darunter und bräunt selbst an der Oberfläche.

Welche Kartoffel – und warum

Für diesen Bake brauchst du keine rohen Kartoffeln, die Gnocchi stammen aus der Packung. Machst du sie selbst, nimm mehligkochende Kartoffeln: Sie ergeben eine trockene Masse, die mit wenig Mehl bindet. Adretta ist trocken und locker; Ackersegen zerfällt gut und lässt sich fein pressen; Augusta gibt einen glatten Teig mit mildem Geschmack. Festkochende Kartoffeln brauchen deutlich mehr Mehl, die Gnocchi werden zäh und behalten im Ofen eine gummiartige Textur.

Zubereitung

  1. Sauce in der Form anrühren

    Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Die Passata direkt in eine große Auflaufform gießen und gepressten Knoblauch, Oregano, Olivenöl, Salz und Pfeffer einrühren. Würze kräftiger als bei einer Nudelsauce, denn die Gnocchi nehmen Salz auf. Die Sauce ist richtig, wenn sie den Formboden etwa fingerbreit bedeckt.

  2. Gnocchi und Tomaten unterrühren

    Die ungekochten Gnocchi direkt aus der Packung in die Sauce geben und so lange rühren, bis jedes Stück rundum rot überzogen ist. Kleben einzelne Gnocchi aneinander, löse sie mit den Fingern. Dann die halbierten Kirschtomaten untermischen; sie geben beim Backen Saft ab und lockern die Sauce zusätzlich. Fertig verteilt ist alles, wenn keine helle Gnocchi-Oberfläche mehr herausschaut.

  3. Mit Mozzarella belegen

    Den Mozzarella abtropfen lassen, mit Küchenpapier trocken tupfen und in Scheiben über die Gnocchi verteilen. Zu nasser Käse würde zusätzlich Wasser in die Form bringen und die Oberfläche verwässern. Mit etwas Olivenöl beträufeln, damit der Käse gleichmäßig bräunt. Die Fläche sollte weitgehend bedeckt sein, kleine Lücken sind in Ordnung.

  4. 25 Minuten backen

    Im vorgeheizten Ofen 25 Minuten backen. In dieser Zeit quellen die Gnocchi, die Sauce reduziert und bindet, der Käse schmilzt und bräunt. Fertig ist der Bake, wenn der Mozzarella an mehreren Stellen goldbraun Blasen wirft, die Sauce am Rand dicklich blubbert und ein Gnocchi aus der Mitte beim Durchbeißen weich und durchgehend warm ist.

  5. Mit Basilikum servieren

    Die Form herausnehmen, frische Basilikumblätter darüberzupfen und sofort servieren. Basilikum kommt erst jetzt dazu, weil es im Ofen schwarz würde und sein Aroma verlöre. Nach fünf Minuten in der Form wird die Sauce schon merklich dicker; wer es saftiger mag, serviert direkt.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Gnocchi an der Oberfläche sind hart und trocken. Sie lagen nicht in der Sauce. Rühre alle Gnocchi gründlich unter, bevor der Käse daraufkommt, und verwende eine Form, in der sie höchstens zwei Lagen hoch liegen. Ist die Form zu klein, bleibt oben zu wenig Sauce.
  2. Die Sauce ist nach dem Backen fast verschwunden. Die Gnocchi haben mehr Flüssigkeit aufgesogen als erwartet, etwa weil die Form sehr flach war oder der Ofen stark heizt. Gib beim nächsten Mal einen kleinen Schuss Wasser zur Passata. Akut hilft ein Löffel heißes Wasser, untergehoben vor dem Servieren.
  3. Auf dem Bake steht eine wässrige Schicht. Nasser Mozzarella und sehr saftige Tomaten geben mehr Wasser ab, als die Gnocchi binden können. Tupfe den Käse ab und halbiere die Kirschtomaten so, dass die Schnittfläche nach unten in der Sauce liegt. Kurz ruhen lassen, dann zieht die Stärke einen Teil der Flüssigkeit an.

Varianten

  • Mit Spinat: 100 g Babyspinat roh unter die Sauce heben. Er fällt im Ofen zusammen und gibt Wasser ab – die Sauce dann etwas kräftiger würzen.
  • Mit Salsiccia: Brät aus zwei Bratwürsten in kleinen Stücken anbraten und unter die Gnocchi mischen. Der Bake ist dann nicht mehr vegetarisch, braucht aber weniger Salz.
  • Pesto-Bake: Zwei Esslöffel Basilikumpesto in die Passata rühren und das frische Basilikum am Ende weglassen. Pesto enthält Öl, also das Olivenöl reduzieren.
  • Vegan: Mozzarella durch eine vegane Käsealternative ersetzen und Gnocchi ohne Ei wählen. Viele vegane Käsesorten bräunen schwächer, deshalb die letzten Minuten mit Oberhitze arbeiten.

Vorbereiten, aufbewahren, aufwärmen

Die Sauce kannst du morgens anrühren und kalt stellen; die Gnocchi kommen erst kurz vor dem Backen hinein, sonst saugen sie sich in der kalten Sauce voll und werden weich. Reste halten abgedeckt im Kühlschrank 2 Tage. Einfrieren lohnt sich nicht: Die gequollenen Gnocchi werden nach dem Auftauen breiig. Zum Aufwärmen einen Löffel Wasser zugeben und im Ofen bei 180 °C abgedeckt erhitzen; die Mikrowelle geht hier gut, weil keine Kruste erhalten werden muss.

Dazu passt

Ein Rucolasalat mit Zitronen-Olivenöl-Dressing oder ein grüner Salat mit Gurke bringt Frische neben die Käsekruste. Dazu passen geröstetes Brot zum Auftunken der Sauce und ein leichter Rotwein. Wer die Gnocchi selbst machen will, findet das Grundrezept unter Kartoffel-Gnocchi.

Häufige Fragen

Nein. Gnocchi aus der Kühltheke sind vorgegart und garen in der Tomatensauce im Ofen fertig. Wichtig ist nur, dass alle Stücke vollständig von Sauce bedeckt sind.
Weil sie ohne Flüssigkeit gebacken wurden. Gnocchi, die oben trocken liegen, verlieren Wasser statt welches aufzunehmen. Unterrühren, eine passend große Form und eine geschlossene Käseschicht verhindern das.
Ja, sie sollten aber vorher kurz gekocht werden, bis sie aufsteigen, da rohe selbstgemachte Gnocchi in der Sauce zerfallen können. Dann verkürzt sich die Backzeit, bis der Käse gebräunt ist.
Das ist nicht zu empfehlen. Die Gnocchi haben sich mit Sauce vollgesogen und werden nach dem Auftauen weich und breiig. Im Kühlschrank halten Reste etwa 2 Tage.
Eine Auflaufform, in der die Gnocchi mit der Sauce höchstens zwei Lagen hoch liegen. In einer zu kleinen, hohen Form bleiben oben trockene Stücke, in einer sehr flachen verdunstet die Sauce zu schnell.