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Kartoffel-Chorizo-Pfanne
InternationalFestkochend

Kartoffel-Chorizo-Pfanne

Schnell, würzig und befriedigend: In dieser Pfanne werden knusprige Kartoffelwürfel mit geräucherter Chorizo, bunter Paprika und geräuchertem Paprikapulver vereint. Ein One-Pan-Gericht – alles in einer Pfanne, fertig in 35 Minuten.

35 minGesamt
10 minVorbereitung
4Portionen
EinfachSchwierigkeit

Zutaten

für4 Portionen

  • 700 gfestkochende Kartoffeln
  • 200 gChorizo (in Scheiben oder gewürfelt)
  • 1rote Paprika
  • 1gelbe Paprika
  • 1Zwiebel
  • 2Knoblauchzehen
  • 1 TLgeräuchertes Paprikapulver
  • 2 ELOlivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie zum Garnieren

Statt Chorizo kannst du eine andere kräftige Paprikawurst nehmen; ist sie mager, gib beim Anbraten einen Löffel Öl dazu. Edelsüßes Paprikapulver ersetzt das geräucherte, schmeckt aber weniger rauchig.

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Warum dieses Rezept funktioniert

Die Kartoffel-Chorizo-Pfanne wird knusprig, weil die Kartoffelwürfel zuerst allein und ohne Gedränge braten und erst am Ende zur feuchten Paprika zurückkommen. Rohe Kartoffelwürfel brauchen trockene, starke Hitze und direkten Kontakt mit dem Pfannenboden, damit die Stärke an der Oberfläche zu einer festen, goldbraunen Kruste röstet. Gemüse und Zwiebeln geben dagegen Wasser ab – wären die Würfel dabei, würden sie dämpfen und weich werden. Die Chorizo liefert das zweite Bratfett: Beim Anbraten tritt ihr Fett aus und nimmt die Farbe und das Aroma des Paprikas in der Wurst mit, das danach Zwiebel und Paprika würzt. Festkochende Kartoffeln halten dabei ihre Würfelform, auch beim Wenden. Der heikle Moment ist das geräucherte Paprikapulver: In heißem Fett verbrennt es in Sekunden und wird bitter, deshalb kommt es erst zum Schluss in die Pfanne.

Welche Kartoffel – und warum

Rohe Würfel, die braten statt zu kochen, brauchen eine festkochende Kartoffel mit wenig Stärke an der Schnittfläche. Charlotte hat ein festes Fleisch, das auch beim häufigen Wenden die Kanten behält. Annabelle gart schnell und gleichmäßig durch – praktisch bei der kurzen Bratzeit. Belana bräunt schön und bleibt innen cremig. Mehligkochende Sorten setzen beim Braten Stärke frei, kleben am Pfannenboden und zerfallen beim Zusammenführen mit dem Gemüse zu Bröseln.

Zubereitung

  1. Kartoffelwürfel kross braten

    Schäl die Kartoffeln und schneide sie in gleichmäßige 2 cm große Würfel; tupf sie trocken. Erhitz das Olivenöl in einer großen Pfanne, am besten aus Gusseisen, bis es schimmert, und verteil die Würfel in einer Lage. Brate sie 10–12 Minuten und wende sie erst, wenn sie sich von selbst vom Boden lösen. Sie sind fertig, wenn sie rundum goldbraun sind und eine Gabel ohne Widerstand hineingeht; dann salzen und herausnehmen.

  2. Chorizo und Zwiebel anbraten

    Schneide die Chorizo in Scheiben oder Würfel und brate sie in derselben Pfanne ohne zusätzliches Fett 3 Minuten. Sie ist so weit, wenn sich rot gefärbtes Fett in der Pfanne sammelt und die Ränder kross werden. Gib dann die Zwiebelstreifen dazu und brate sie 3 Minuten mit, bis sie glasig sind und erste braune Ränder bekommen.

  3. Paprika und Knoblauch garen

    Gib die Paprikastreifen und den gehackten Knoblauch dazu und brate alles 5 Minuten unter Rühren. Die Paprika ist richtig, wenn sie weich ist, aber noch etwas Biss hat. Streu erst jetzt das geräucherte Paprikapulver ein und rühr es nur kurz unter – riecht es angebrannt, war die Hitze zu hoch.

  4. Alles zusammenführen

    Gib die Kartoffelwürfel zurück in die Pfanne und schwenk alles 2 Minuten bei hoher Hitze. In dieser Zeit überzieht das rote Fett die Würfel, und an den Rändern karamellisieren Zwiebel und Paprika leicht. Schmeck mit Salz und Pfeffer ab; die Chorizo ist bereits salzig, also vorsichtig.

  5. Servieren

    Streu frisch gehackte Petersilie darüber und serviere direkt aus der Pfanne. Die Kartoffeln verlieren mit jeder Minute im feuchten Gemüse etwas Knusprigkeit, warten lassen lohnt sich nicht.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Die Kartoffeln sind weich und blass. Die Pfanne war zu voll oder nicht heiß genug, die Würfel haben im eigenen Dampf gegart. Brate sie bei kleiner Pfanne in zwei Portionen und warte, bis das Öl wirklich heiß ist, bevor sie hineinkommen.
  2. Das Gericht schmeckt bitter und rauchig-scharf. Paprikapulver ist im heißen Fett verbrannt. Es enthält Zucker und verbrennt schneller als jedes andere Gewürz in der Pfanne. Nimm die Pfanne kurz von der Hitze, bevor du es einstreust, und rühr es nur einmal durch.
  3. Alles schwimmt in rotem Fett. Die Chorizo war sehr fett, und das Olivenöl vom Kartoffelbraten kam noch dazu. Gieß nach dem Anbraten der Wurst überschüssiges Fett ab, lass aber einen Löffel in der Pfanne – der trägt das Aroma.

Varianten

  • Mit Spiegelei: Drück vier Mulden in die fertige Pfanne, schlag je ein Ei hinein und lass es bei mittlerer Hitze mit Deckel stocken. So wird ein Frühstücksgericht daraus.
  • Mit vorgekochten Kartoffeln: Pellkartoffeln vom Vortag würfeln und braten verkürzt Schritt 1 und gibt eine noch krossere Kruste, weil die Oberfläche trockener ist.
  • Mit Kichererbsen: Eine abgetropfte Dose Kichererbsen mit der Paprika zugeben. Sie saugen das Chorizo-Fett auf; etwas mehr Salz nötig.
  • Mit Knoblauch statt Wurst: Wer die Chorizo weglässt, landet bei einem anderen spanischen Klassiker – den Patatas al Ajillo.

Vorbereiten, aufbewahren, aufwärmen

Paprika, Zwiebel und Chorizo kannst du einige Stunden vorher schneiden. Die rohen Kartoffelwürfel dagegen erst kurz vor dem Braten, sonst verfärben sie sich – oder du lagerst sie in kaltem Wasser und trocknest sie danach sehr gründlich. Reste halten im Kühlschrank etwa 2–3 Tage. Einfrieren lohnt sich nicht, weil gebratene Kartoffelwürfel beim Auftauen Wasser ziehen und weich werden. Aufwärmen geht am besten in der heißen Pfanne ohne zusätzliches Fett oder im Airfryer; kalt schmecken die Reste mit etwas Senf auch auf Brot.

Dazu passt

Ein grüner Salat mit Sherry-Essig gleicht das kräftige Fett der Chorizo aus. Ein Klecks Joghurt oder Aioli auf dem Teller mildert die Rauchnote. Wer ein Tapas-Abendessen plant, stellt die Pfanne neben scharfe Patatas Bravas und ein Stück Weißbrot.

Häufige Fragen

Sowohl luftgetrocknete Chorizo am Stück als auch frische Chorizo zum Braten funktionieren. Die getrocknete wird in Scheiben knusprig, die frische zerfällt in krümelige Stücke und gibt mehr Fett ab. Halbscharfe Chorizo bringt Würze, ohne die Kartoffeln zu überdecken.
Nein, das Rezept arbeitet mit rohen Würfeln. Wichtig ist, sie gleichmäßig auf 2 cm zu schneiden und in einer Lage zu braten. Vorgekochte, ausgekühlte Kartoffeln gehen auch und werden etwas krosser.
Meist wurden sie zu früh gewendet oder die Pfanne war beim Einlegen nicht heiß genug. Lass die Würfel liegen, bis sich eine Kruste gebildet hat – dann lösen sie sich von selbst.
Abgedeckt etwa 2–3 Tage. Erwärm sie in der Pfanne oder im Airfryer, damit die Würfel wieder etwas knusprig werden.