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Mediterraner Kartoffelsalat
SalateFestkochend

Mediterraner Kartoffelsalat

Frisch, bunt und ohne Mayonnaise: Der mediterrane Kartoffelsalat verbindet festkochende Kartoffeln mit Feta, Oliven, Kirschtomaten und frischem Basilikum in einem aromatischen Zitronen-Olivenöl-Dressing. Der perfekte Salat für heiße Sommertage.

40 minGesamt
20 minVorbereitung
4Portionen
EinfachSchwierigkeit

Zutaten

für 4 Portionen

  • 800 gfestkochende Kartoffeln
  • 200 gKirschtomaten
  • 150 gFeta (Block)
  • 80 gschwarze Oliven (entsteint)
  • ½rote Zwiebel
  • 1 BundBasilikum
  • —Dressing:
  • 4 ELOlivenöl (extra vergine)
  • 2 ELZitronensaft
  • 1 TLDijon-Senf
  • 1Knoblauchzehe (gepresst)
  • Salz, Pfeffer

Kalamata-Oliven bringen mehr Würze als einfache schwarze Oliven aus dem Glas. Wer Feta zu salzig findet, nimmt Hirtenkäse oder Mozzarella-Kugeln und salzt das Dressing kräftiger.

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Warum dieses Rezept funktioniert

Der mediterrane Kartoffelsalat bleibt leicht, weil statt Mayonnaise ein Dressing aus Olivenöl und Zitronensaft die Kartoffeln würzt – und das gelingt nur, wenn die Kartoffeln es noch warm aufnehmen. Die gekochte Stärke an der Schnittfläche saugt beim Abkühlen Öl, Säure und Knoblauch ein; die salzigen Zutaten Feta und Oliven müssen dann nur noch Akzente setzen.

Festkochende Kartoffeln sind wichtig, weil der Salat viel Bewegung verträgt: Tomaten, Oliven, Zwiebeln, Feta und Basilikum werden untergehoben, und dabei sollen die Kartoffelstücke ganz bleiben. Entscheidend ist die Reihenfolge. Kartoffeln zuerst und warm ins Dressing, Tomaten und Feta erst danach. Salz zieht aus halbierten Tomaten schnell Saft – kommen sie zu früh dazu, steht am Boden eine wässrige Pfütze, und das Dressing verdünnt sich.

Welche Kartoffel – und warum

Für einen Salat mit vielen Zutaten, der kräftig gemischt wird, brauchst du festkochende Kartoffeln mit festem, glattem Anschnitt.

  • Charlotte – mild-cremig, in Frankreich die Standard-Salatkartoffel.
  • La Ratte – kleine, nussig-buttrige Fingerform, die du nur halbieren musst.
  • Belana – mild-aromatisch und überall erhältlich, für den Alltag.

Vorwiegend festkochende oder mehlige Kartoffeln brechen beim Unterheben auseinander und machen den Salat mit dem Öl schmierig.

Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen und warm schneiden

    Koche die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser etwa 20 Minuten, bis sie weich, aber nicht aufgeplatzt sind – ein Messer gleitet hinein, die Schale ist noch heil. Gieße sie ab und lass sie kurz ausdampfen. Pelle sie noch warm und schneide sie in Scheiben oder mundgerechte Stücke.

  2. Zitronen-Dressing anrühren

    Rühre, während die Kartoffeln kochen, Olivenöl, Zitronensaft, Senf und gepressten Knoblauch in einer kleinen Schüssel glatt. Würze kräftig mit Salz und Pfeffer, aber denk daran, dass Feta und Oliven später noch Salz mitbringen. Das Dressing ist richtig, wenn es leicht cremig verbunden ist und sich nicht sofort wieder trennt.

  3. Warme Kartoffeln marinieren

    Gieße das Dressing über die noch warmen Kartoffeln und schwenke die Schüssel, statt zu rühren. Halbiere inzwischen die Kirschtomaten und die Oliven und schneide die rote Zwiebel in feine Ringe. Hebe Oliven und Zwiebel unter; die Kartoffeln haben das Dressing aufgenommen, wenn sie glänzen und kaum noch Flüssigkeit in der Schüssel steht.

  4. Tomaten, Feta und Basilikum zugeben

    Gib die halbierten Tomaten dazu, bröckle den Feta in groben Stücken darüber und zupfe die Basilikumblätter. Hebe alles mit einem großen Löffel von unten nach oben unter, zwei, drei Bewegungen genügen. So bleiben Feta und Kartoffeln in Stücken, statt sich zu einer weißen Creme zu verbinden.

  5. Ziehen lassen und abschmecken

    Lass den Salat mindestens 15 Minuten bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank ziehen. Schmecke vor dem Servieren noch einmal ab; oft braucht er dann einen Spritzer Zitrone oder etwas Pfeffer. Er ist fertig, wenn die Kartoffeln durchgezogen sind, aber die Tomaten noch frisch aussehen.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Am Schüsselboden steht eine rote, wässrige Pfütze. Die Tomaten kamen zu früh dazu oder wurden mitgesalzen und haben Saft gezogen. Gib sie erst nach dem Marinieren dazu; bereitest du vor, bewahre sie getrennt auf.
  2. Der Feta ist zu einer breiigen Masse verschmiert. Er wurde zu fein zerbröckelt oder zu lange gerührt. Brich ihn in grobe Stücke und hebe ihn zum Schluss mit wenigen Bewegungen unter.
  3. Der Salat schmeckt nur salzig, nicht nach Zitrone. Feta und Oliven überdecken die Säure, wenn das Dressing zu zaghaft gesäuert war. Schmecke nach dem Ziehen nach und gib lieber noch Zitronensaft als Salz dazu.

Varianten

  • Mit Kapern und Oregano: 2 EL Kapern und einen Teelöffel getrockneten Oregano ins Dressing geben. Der Salat wird griechischer; wegen der Kapern das Salz reduzieren.
  • Mit Kichererbsen und Rucola: Eine Dose abgetropfte Kichererbsen mit den Kartoffeln marinieren und kurz vor dem Servieren zwei Handvoll Rucola unterheben. So wird der Salat zum sättigenden Hauptgericht.
  • Mit gegrilltem Gemüse: Streifen von gegrillter Paprika und Zucchini statt der Kirschtomaten. Sie geben weniger Wasser ab, der Salat hält dadurch länger.
  • Mit Za'atar: Einen Teelöffel Za'atar ins Dressing rühren und Basilikum durch glatte Petersilie ersetzen. Das verschiebt das Aroma Richtung Levante.

Vorbereiten, aufbewahren, aufwärmen

Kartoffeln kochen und marinieren kannst du einige Stunden vorher, auch am Vortag. Tomaten, Feta und Basilikum bewahrst du getrennt auf und gibst sie erst kurz vor dem Essen dazu – Basilikum wird im Dressing schnell dunkel. Fertig gemischt hält der Salat abgedeckt im Kühlschrank etwa 2 Tage. Einfrieren funktioniert nicht, weil festkochende Kartoffeln nach dem Auftauen wässrig und Tomaten matschig werden. Statt aufzuwärmen nimmst du ihn eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank, damit das Olivenöl wieder flüssig wird.

Dazu passt

Zu Gegrilltem ist der Salat eine leichte Alternative zum Mayo-Kartoffelsalat: Lammspieße, Hähnchen oder gegrillter Fisch passen gut. Für ein Picknick oder Buffet ergänzt er sich mit einer kalt geschnittenen Kartoffel-Frittata. Dazu ein Weißbrot zum Auftunken des Dressings.

Häufige Fragen

Gemischt etwa 2 Tage. Die Tomaten werden mit der Zeit weicher, das Basilikum dunkel. Wenn du vorbereitest, gib beides erst am Tag des Servierens dazu.
Ja. Weil er ohne Mayonnaise auskommt, ist er weniger empfindlich als klassischer Kartoffelsalat mit Mayo. Trotzdem sollte er nicht stundenlang in der Sonne stehen.
Meist ziehen die halbierten Tomaten Saft, sobald sie mit Salz in Kontakt kommen. Gib sie erst nach dem Marinieren dazu oder nimm entkernte Tomaten.
Festkochende Sorten wie Charlotte, La Ratte oder Belana. Sie bleiben beim Unterheben der vielen Zutaten in Form.
Ja, mit Hirtenkäse, Mozzarella oder für eine vegane Fassung mit marinierten Tofuwürfeln. Mozzarella ist weniger salzig, dann das Dressing kräftiger würzen.